„Reclaim the Streets“ Antikapitalistische Fahrraddemo in Nürnberg | 14.5.11

Im Rahmen des Aktionsfahrplans des Jugendbündnis Nürnberg zum Revolutionären 1.Mai 2011 fand am 14.5.2011 eine vielfältige Fahrraddemo statt, die anhand verschiedener Orte in Nürnberg unterschiedliche Widerlichkeiten des Kapitalismus thematisierte.

Die Aktion startete am Künstlerhaus K4, dem ehemaligen KOMM, mit einem Beitrag zur Geschichte des selbstverwalteten Kommunikationszentrums, das 1997 von der Stadt Nürnberg geschlossen wurde. Eingegangen wurde auch auf die Problematik des Freiraumthemas und das aktuell entstehende Autonome Zentrum in Nürnberg. Danach setzten sich die ca. 100 TeilnehmerInnen in Bewegung zu der nächsten Station, dem Rathaus.

Dort wurde auch anhand des in Nürnberg aktuellen Beispiels „Leyla“ auf die rassistische und menschenunwürdige Asyl- und Abschiebepolitik der BRD aufmerksam gemacht.

Die nächste Station war die Polizeiwache Mitte, bei der über die Aufgabe der Polizei im kapitalistischen System und der damit verbundenen alltäglichen Polizeigewalt informiert wurde.

Am Beispiel vom alternativen linksgeprägten Viertel Gostenhof und des seit Jahren leerstehenden Volksbads wurde am Plärrer die voranschreitende Gentrifizierung thematisiert.

Am Nürnberger Landgericht gab es einen Beitrag zu alten und neuen Nazis. Wo Im historischen Saal 600 vor 66 Jahren die Nürnberger Kriegsverbrecherprozesse stattfanden und dieses Jahr der Neonazischläger Peter Rausch zu einer Haftstrafe von 5 Jahren und 6 Monaten verurteilt wurde, nachdem er im April vergangenen Jahres einen jugendlichen Antifaschisten in aller Öffentlichkeit fast tot geprügelt hatte.

Der vorletzte Redebeitrag thematisierte Arbeitskämpfe am Beispiel des hart umkämpften AEG-Werks in Nürnberg, das 2007 endgültig dicht machte, und dem sang- und klanglosen Abschied des Quelle-Konzerns im Oktober 2009.

Beendet wurde die Aktion an der Pegnitz mit einem Beitrag zum Thema Ökologie.

Anschließend ließ man den Tag mit gemeinsamen Grillen, Diskutieren und Chillen am Wiesengrund ausklingen.

Insgesamt war die Aktion geprägt von einer guten Stimmung und war eine angenehme Abwechslung zu üblichen Demos, die von Passanten großteils positiv wahrgenommen wurde.

Das Jugendbündnis Nürnberg, bestehend aus der Autonomen Jugendantifa Nürnberg (AJA), der Jugendantifa Fürth (JAF) und der Revolutionär organisierten Jugendaktion Nürnberg (ROJA), mobilisiert auf und gestaltet den Revolutionären 1.Mai in Nürnberg mit.

Die Redebeiträge wurden auszugsweise in einem Flyer gesammelt und an Passant_innen verteilt.

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